Die Schmidt’sche Kapelle

Gegründet wurde diese Blasmusikkapelle 1875 von dem Bergmann August Schmidt aus Wildemann mit seinen drei Söhnen und zwei weiteren Freunden der Blasmusik. Zur Gründung nahm er sogar in Kauf, sein Haus gegen ein kleineres einzutauschen. Mit den so gewonnenen finanziellen Mitteln war ein erstes Startkapital vorhanden, um erste entsprechende Musikinstrumente und Noten anzuschaffen.

Ein Urenkel des Gründers, „Herbert Schmidt“, sitzt heute noch als aktives Mitglied in den Reihen der Schmidt’schen Kapelle.

Die musikalischen Leiter und Ausbilder haben die Kapelle zu einem klingenden Blasmusikorchester gemacht. Hier sind besonders die Arbeit von August Schmidt und nach seinem Tode ab 1903 August Bode zu erwähnen.

Zwischen 1922 und 1924 übernahm Wilhelm Otte die musikalische Leitung und übergab danach an seinen Nachfolger Hermann Bode, der ebenfalls mit viel Energie und Tatendrang die besten Ergebnisse aus dieser Kapelle herausholte.

Als nach dem zweiten Weltkrieg neu begonnen wurde, übernahm wiederum Wilhelm Otte (inzwischen bewährter Militärmusiker) die musikalische Leitung der Kapelle. Während dieser Zeit wurde auch der Übergang von der militärisch betonten Musik zur leichten und beschwingten Muse eingeleitet. Genau hier setzte auch Rudi Sudhoff als Dirigent ab 1966 an und erarbeitete mit viel Energie und seinem auf der Einbecker Musikschule erlernten Können eine musikalische Einheit, die als Höhepunkt im Jahre 1976 zur ersten Schallplatten - Aufnahme führte.

Ihm zur Seite zog Gerhard Knorr, (stets liebevoll auch „alter Baß“ genannt), den musikalischen Nachwuchs heran. Dieser Nachwuchs stellt in der heutigen Zeit das starke musikalische Kontingent in der Kapelle dar.

Als Rudi Sudhoff 1987 seiner Dirigententätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachkommen konnte, mußte ein neuer musikalischer Leiter gefunden werden.

Man besann sich auf den eigenen Nachwuchs und bat den jungen, talentierten Nachwuchsmusiker Thomas Emde, dieses Amt zu übernehmen.

Mit Stolz kann man heute sagen, hier genau den richtigen Weg beschritten zu haben.

Mit den erworbenen Kenntnissen von Rudi Sudhoff und Gerhard Knorr war es Thomas Emde möglich, eigene musikalische Akzente innerhalb der Kapelle zu setzen.

In das Repertoire der Schmidt´schen Kapelle wurden nun moderne Blasmusik - Arrangements mit integriert.

Zum Programm gehören jetzt, neben einer konventionellen volkstümlichen Musik, bunt gemixte Potpourris der Beatles, Bee Gees, Michael Jackson und vielen anderen Stars der Popszene.

Die Schmidt´sche Kapelle mit ihrer „modernen“ Musik ist inzwischen auch über die Grenzen des Harzes hinaus bekannt und beliebt und repräsentiert sich bei vielen Veranstaltungen als fest eingeplantes Orchester.

Da im Bereich des Tenorhorns der Nachwuchs bisher leider ausgeblieben ist, wechselte Dirigent Thomas Emde zur Unterstützung zweier unserer ältesten Mitglieder. Mitte des Jahres 2002 war es dann soweit er trat von seinem Posten als musikalischer Leiter zurück und spielt seit daher die Stimme des 1.Tenorhorns.

Ein nicht gerade leichter Wechsel, da er bisher Flügelhorn gespielt hatte. Durch viel Fleiß und Ergeiz stand er jedoch schon zum Ende der Saison 2002 als vollwertiger 1.Tenorhornist zur Verfügung.

Die Stelle des musikalischen Leiters wurde provisorisch vom 1.Vorsitzenden Marko Siemroth übernommen, der auf diesem Posten die Saison beendete. Zu Beginn des Jahres 2003 übergab Siemroth den Posten offiziell an den neuen Dirigenten Matthias Müller, der seit dem diesen Posten bekleidet und sein ganzes Können in diesen dort investiert.